Wann ein Implantat sinnvoll ist
Implantate sind heute für viele Fälle die langlebigste Lösung. Aber nicht immer die erste Wahl. Bevor wir über Implantate sprechen, klären wir: Kann der Zahn vielleicht doch erhalten werden? Reicht eine Brücke? Wie alt sind Sie, wie sieht das Knochenangebot aus, was kostet es im Vergleich?
Ueberlegungen, die wir vor jeder Implantation mit Ihnen durchgehen:
- Knochenangebot. Im Oberkiefer hinten oft knapp. Manchmal Sinuslift nötig, manchmal nicht.
- Allgemeingesundheit. Diabetes, Bisphosphonate, Rauchen, alles relevant.
- Mundhygiene. Implantate brauchen mindestens so viel Pflege wie natürliche Zähne.
- Zeitplan. Drei bis sechs Monate Einheilung sind die Regel, können sich verlaengern.
- Kosten. Ehrliche Aufstellung, schriftlich, vor jeder Entscheidung.
Ablauf bei uns
- Beratung (45 Min). Befund, 3D-Röntgen, alternative Optionen.
- Heil- und Kostenplan. Sie nehmen ihn nach Hause, lesen ihn in Ruhe, fragen nach.
- Implantation. Ambulant, lokal betaeubt. Pro Implantat 30 bis 60 Minuten.
- Einheilphase. 3 bis 6 Monate. In der Zeit Provisorium, das den Alltag mitmacht.
- Krone aufsetzen. Abdruck per Intraoralscanner, Krone vom zahntechnischen Labor.
- Recall. Erster Kontrolltermin nach 6 Wochen, danach halbjährlich.
Komplexere Fälle
Wir versorgen auch zahnlose Kiefer mit implantatgetragenen Brücken (All-on-Four / All-on-Six) und arbeiten bei umfangreichen Knochenaufbauten mit einem oralchirurgischen Kollegen zusammen. Sprechen Sie uns an, wenn andere Praxen abgewunken haben, manchmal gibt es Wege.
Kosten, ehrlich
Ein Einzelimplantat (Implantat plus Krone) liegt bei uns je nach Aufwand zwischen 2.400 und 3.200 Euro. Knochenaufbauten und Sinuslifts kommen ggf. dazu. Gesetzliche Kassen beteiligen sich an der Krone (Festzuschuss); für das Implantat selbst sind Eigenleistungen die Regel. Bei Zahnzusatzversicherung pruefen wir die Kostenuebernahme vor der Behandlung.
Was Implantate nicht können
Ein Implantat ist keine Verjuengungskur. Es gibt Fälle, in denen aus medizinischer Sicht keine sinnvolle Versorgung möglich ist, sei es wegen fehlenden Knochens, schwerer Erkrankungen oder Lebensumstaenden, die eine langfristige Pflege erschweren. Wir sagen Ihnen das dann, statt eine Behandlung zu beginnen, die scheitern wird.